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Bericht Berufsfeuerwehrtag Jugendfeuerwehr Viersen 25.6.11 – 26.6.11

Am 25.6.11 trafen wir uns um 8.00 Uhr zum ersten Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Viersen. Um kurz nach 8.00 Uhr wurden wir dann durch die Jugendwarte in zwei Gruppen unterteilt. Die eine Gruppe blieb auf der Hauptwache und besetzte das HLF 20/16 der Löschgruppe Stadtmitte. Die Zweite Gruppe zog zum Gerätehaus Süd der Löschgruppen Helenabrunn und Hoser um und besetzte dort das HLF 20/16 und das LF 16/TS der Löschgruppe Hoser.

Von hier ab wird nur noch über den Tagesablauf der ersten Gruppe, die auf der Hauptwache blieb, berichtet.

Nachdem wir uns dann in den Jugendräumen häuslich einrichtet hatten teilten wir die Mannschaft in die einzelnen Positionen ein und überprüften das Fahrzeug und die verschiedenen Geräte, die auf dem HLF verlastet sind, auf ihre Funktionstüchtigkeit. Nachdem wir dann mit dem Fahrzeug einigermaßen vertraut waren ging es von der Fahrzeughalle zurück in den Jugendraum, wo es dann ans Frühstücken ging. Das Frühstück war eine gute Grundlage für den durchaus anstrengenden Tag.

Nach dem Frühstück spülte der Küchendienst die Teller und das Besteck und der Rest ging mit dem Maschinisten raus um das Fahrzeug zu Pflegen und zu Reinigen. Auf einmal kam der Küchendienst im Eiltempo nach draußen gerannt, wo der Rest grade mit der Fahrzeugpflege angefangen hatte. Der Küchendienst rief uns entgegen, dass wir alarmiert wurden. Der Einsatz kam um 9.30 Uhr ein und gemeldet war „Unklare Rauchentwicklung am Elkanweg“ im Industriegebiet. Die Anfahrt dauerte 6 Minuten, sodass wir dann um 9.36 Uhr am Einsatzort ankamen. Nach einer kurzen Erkundung durch den Gruppenführer und den Melder wurde keine Einsatzindikation festgestellt und wir konnten bereits 9.44 Uhr abrücken, sodass wir um ca. 10.00 Uhr wieder in der Wache waren. Nach der Ankunft in der Wache setzte der Küchendienst seine Arbeit fort. Als Sie dann fertig waren gingen wir in die Fahrzeughalle, um die Fahrzeugpflege durchzuführen. Nach beendeter Arbeit ging es in die Ausbildung. Uns wurden Handsprechfunkgeräte, sowie das Funkalphabet erklärt und näher gebracht. Diese Ausbildung wurde durch einen Einsatz unterbrochen.

Der zweite Einsatz ging dann um 10.56 Uhr ein. Gemeldet wurde „Tier in Notlage Josef-Kaiser-Allee“ am Hohen Busch. Nach der Ankunft am Einsatzort um 11.05 Uhr erkundete der Gruppenführer mit dem Melder die Lage und befahl dem Angriffstrupp zur Tierrettung mit der zweiteiligen Steckleiter vorzugehen. Allerdings entschied sich die Katze beim Anleitern durch den Angriffs- und Wassertrupp eigenständig den Baum zu verlassen. Der Einsatz dauerte 15 Minuten, sodass wir um 11.20 Uhr abrücken und nach weiteren 5 Minuten in der Wache einrücken konnten. Nach dem Einsatz fand eine kurze Unterweisung zum Thema Hohlstrahlrohre statt. Nachdem uns die Funktionsweise und die Einsatzmöglichkeiten der Hohlstrahlrohre nähergebracht wurden ging es wieder in den „Funkerunterricht“. Darauf folgte eine kleine praktische Übung bei der das frisch erlernte umgesetzt und vertieft wurde. Danach wurde das Mittagsessen, das aus Gulaschsuppe bestand, gekocht und verzehrt.

Nach dem Mittagessen hatten wir Freizeit und hingen bei Musik im „chill out Jugendraum“ ab und gestalteten unsere Aktivitäten nach eigenen Vorstellungen. Doch wurde unsere Freizeit durch einen Einsatz frühzeitig beendet.

Der dritte Einsatz dieses Tages ging um 13.55 Uhr ein. Gemeldet wurde „Hilfeleistungseinsatz nach Betriebsunfall: Person eingeklemmt Greefsallee Firma Vigar“. Als wir dann um 14.05 Uhr am Einsatzort bei der Firma Vigar an der Greefsallee ankamen klemmte eine Person, dargestellt durch einen Dummy, unter einer Betonplatte. Der Gruppenführer befahl dem Angriffs- und Wassertrupp mit Hilfe von Büffelhebern und Formholz die Betonplatte zu unterbauen, um die Person zu befreien. Unterdessen sicherte der Schlauchtrupp mit Blinkleuchten und Verkehrsleitkegeln die Einsatzstelle. Nachdem die Einsatzstelle gesichert war rettete der Schlauchtrupp mit der Trage und dem Sanitätsrucksack die Person. Dies dauerte 20 Minuten, sodass wir um 14.25 Uhr abrücken und um 14.30 Uhr in der Wache einrücken konnten. Nach dem Einsatz wurden uns dann die Suchmethoden im Innenangriff erklärt. Die eigentliche Suchmethode, das Rechthandsuchverfahren, wurde und detailliert erklärt. Bei dem Rechtshandsuchverfahren geht der Trupp nebeneinander an der Wand entlang, wobei der Truppführer mit der rechten Hand an der Wand bleibt umso die ganze Wohnung absuchen zu können.

Nach einer kleinen Auszeit war es bereits 16.00 Uhr und Dienstsport stand auf dem Dienstplan. Der Dienstsport bestand aus einem Spiel Fußball, bei dem die Betreuer gegen uns Jugendliche spielten. Leider verloren wir dieses Spiel gegen die Betreuer. Nach ca. 45 Minuten Fußball waren wir dann auch ausgepowert und zogen uns wieder die Uniform an. Und schon ging es wieder an die Arbeit. Diesmal ging es an die Raumpflege. Als die Arbeit getan war kam auch schon der nächste Einsatz.

Beim vierten Einsatz dieses Tages der um, der um 17.27 Uhr einkam, wurde „Brandeinsatz in einer Landwirtschaftlichen Lagerhalle am Holtweg“ gemeldet. Bereits nach 10 Minuten Anfahrt waren wir vor Ort. Der Angriffstrupp nahm unter PA das erste C-Rohr vor und ging mit dem Auftrag zur Menschenrettung ins Gebäude vor. Die Anderen alarmierten Fahrzeuge der andren Gruppe kamen nach uns an und kümmerten sich um die Wasserversorgung und um eine zweite Angriffsleitung. Nach der Rettung der vermissten Person wurden Lüftungsmaßnahmen durchgeführt, um die stark verqualmte Halle übersichtlicher zu machen. Der Einsatz war um 18.40 Uhr abgearbeitet. Als wir dann wieder in der Wache angekommen waren, ging es an die Vorbereitungen fürs Abendessen. Es gab Pizza. Doch dann wurde schnell klar, dass drei Bleche für die hungrige Meute nicht ausreichen, deshalb wurden noch schnell zwei Betreuer zum Einkaufen geschickt. Doch wurde das Abendessen durch einen Einsatz unterbrochen.

Der fünfte und meiner Meinung nach spektakulärste Einsatz führte uns zur Katholischen Grundschule Helenabrunn. Gemeldet war „Feueralarm mit Menschenleben in Gefahr: Feuer in Schule. Agnes-van-Brakel-Grundschule Ummertalweg 51“. Nach Erkundung des Gruppenführers rüstete sich der Angriffstrupp mit PA aus und ging mit dem ersten C-Rohr in den Keller zur Menschenrettung vor. Als der Angriffstrupp im Keller ankam wurde schon von einem anderen Angriffstrupp eines anderen Fahrzeuges gemeldet, dass eine Person gefunden sei. Unser Angriffstrupp unterstützte sie bei der Rettung aus dem verrauchten Keller und trug die Person mit einer Trage an die frische Luft, wo diese Übergeben wurde. Letzten endlich galt es vier Personen aus dem dichten Rauch zu retten. Der Einsatz dauerte von 20.28 Uhr bis 22.02 Uhr also gut anderthalb Stunden. Nachdem wir dann wieder In der Wache waren ging es wieder an das Abendessen. Nach dem Abendessen räumte der Küchendienst den Tisch ab und spülte die Teller ab. Dann war auch schon Nachtruhe, doch an schlafen war gar nicht zu denken. Die meisten konnten oder wollten gar nicht schlafen. Sie warteten lieber auf den nächsten Einsatz.

Dieser folgte dann auch um 23.30 Uhr. Gemeldet war „Brandeinsatz: Auslösung Brandmeldeanlage Festhalle Viersen Hermann-Hülser-Platz“. Vor Ort ging dann der Angriffstrupp unter PA und Feuerlöscher als erster Trupp vor. Dieser durchsuchte das Erdgeschoss nach Auffälligkeiten. Der Wassertrupp ging ebenfalls unter PA und mit Feuerlöscher vor. Doch durchsuchte dieser Trupp das Obergeschoss. Schlussendlich rüstete der Schlauchtrupp sich ebenfalls mit PA aus und stellte sich als Sicherungstrupp vor dem Eingang bereit. Es wurden keine Auffälligkeiten bemerkt. Dieser Einsatz wurde schnell abgearbeitet und wir waren bereits nach einer halben Stunde wieder in der Wache. Danach ging es auch wieder ans schlafen.

Doch schon nach noch nicht einmal 3 Stunden Schlaf ging schon der nächste Einsatz um 3.00 Uhr ein, gemeldet wurde „Amtshilfe für die Polizei: Vermisste Person“. Also ging es im Eiltempo zum HLF. An der Einsatzstelle angekommen suchten wir dann mit der kompletten Mannschaft die vermisste Person. Der Einsatz war nach einer Stunde abgearbeitet und die Person war gefunden, sodass wir um 4.00 Uhr wieder in der Wache einrücken konnten, um unseren lang verdienten Schlaf zu holen und um uns aus zu ruhen.

Am nächsten Morgen ging es an den letzten Einsatz, der um 6.45 Uhr einging. Gemeldet wurde „Brandeinsatz: Müllcontainerbrand Gladbacherstraße“. Nach einer kurzen Erkundung des Gruppenführers erteilte er dem Angriffstrupp den Befahl unter PA ein C-Rohr vorzunehmen und den Müllcontainer abzulöschen. Der Brand war dann schon nach 10 Minuten gelöscht, so dass der gesamte Einsatz nicht länger als 25 Minuten dauerte. Nach dem Einsatz musste die Einsatzstelle noch aufgeräumt werden und auf der Wache dann das Fahrzeug neu bestückt werden. Nun mussten die Jugendräume wieder auf Vordermann gebracht werden - so ein Berufsfeuerwehrtag hinterlässt ja auch seine Spuren – und die Schlafstätten wieder „abgebaut“ werden. Sodass wir dann um 9.00 Uhr mit allen Jugendlichen und Betreuern gemeinsam Frühstücken konnten und schon leichte „Manöverkritik“ ausüben konnten.

An dieser Stelle möchte Ich allen Beteiligten und Unterstützern, aber vor allem der Wehr- und Löschzugführung, für die Verwirklichung des Berufsfeuerwehrtages danken. Zudem möchte ich den Planern und Vorbereitern ein großes Lob für die gute Planung aussprechen.

 

 

Montag, 19. November 2018

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